Lehrplan 21

Einführung

Im Kanton Bern tritt der Lehrplan 21 ab 1. August 2018 für den Kindergarten und das 1. bis 7. Schuljahr in Kraft. Ein Jahr später gilt er auch für das 8. Schuljahr und ab 1. August 2020 für das 9. Schuljahr.

Kompetenzorientierung

Der Lehrplan 21 definiert Kompetenzziele. Diese beschreiben, was die Schülerinnen und Schüler am Ende der Volksschulzeit wissen und können sollen. Ziel ist: Die Schülerinnen und Schüler sollen ihr Wissen altersgemäss anwenden können und möglichst optimal auf ihre weiterführenden Ausbildungen vorbereitet werden. Im kompetenzorientierten Unterricht stehen reichhaltige Aufgaben im Zentrum. Durch ihre Bearbeitung werden verschiedene Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler gefördert.


Informationsbroschüren

Elterninformation
Elterninformation
Broschüre Lehrplan 21
Broschüre Lehrplan 21
Beurteilung und Übertritt
Beurteilung und Übertritt

Zyklen und Fächer

Der Lehrplan 21 ist in drei Stufen, sogenannte Zyklen, aufgeteilt. Die Schülerinnen und Schüler werden in folgenden Fächern unterrichtet:

mehr Lektionen

Der Lehrplan 21 stärkt im Kanton Bern die Fächer Deutsch und Mathematik. Diese Fächer hatten bisher im Vergleich mit den anderen Kantonen zu wenige Lektionen. Auch die Themen Medien und Informatik werden gestärkt: Dafür sind im 5. und 6. sowie im 7. und 9. Schuljahr je eine Lektion wöchentlich vorgesehen.

 

Im 8. und 9. Schuljahr sieht die Lektionentafel neu mindestens drei Lektionen für die individuelle Vertiefung und Erweiterung (IVE) in Deutsch, Mathematik und Fremdsprachen vor. Diese Lektionen können für die gezielte Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler auf ihre weiteren Ausbildungen (Berufslehre, Berufsmaturität, Gymnasium, andere schulische Ausbildungen) eingesetzt werden.

weniger Hausaufgaben

Als Folge der höheren Lektionenzahl werden die Hausaufgaben reduziert. Maximal pro Woche:

  • 30 Minuten für Kindergarten bis 2. Klasse
  • 45 Minuten für die 3. bis 6. Klasse
  • 90 Minuten für die 7. bis 9. Klasse

Die Schule Konolfingen erarbeitet dazu ein Konzept, welches nach Fertigstellung hier publiziert werden wird.


Die Beurteilung

Die Leistungen der Kinder und Jugendlichen werden weiterhin mit Noten beurteilt.

 

Eine wichtige Bedeutung hat auch künftig das Standortgespräch mit den Eltern. Die Lehrerinnen und Lehrer führen auch mit dem Lehrplan 21 jährlich ein Standortgespräch durch. Neu können die wichtigsten Absprachen in einem Kurzprotokoll festgehalten werden.

 

Der heutige Beurteilungsbericht wird vereinfacht. Neu gibt es den ersten Beurteilungsbericht am Ende des 2. Schuljahres, dann jeweils am Ende des 4., 5. und 6. Schuljahres. Die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I (7. bis 9. Schuljahr) erhalten neu jährliche Beurteilungsberichte statt halbjährliche. Der Übertritt in ein anderes Niveau ist weiterhin während des Schuljahres möglich.


Beurteilungsformen nach Stufen

Das Übertrittsverfahren

Das Übertrittsverfahren von der Primarstufe in die Sekundarstufe I bleibt gleich. Entscheidend bleiben die Fächer Deutsch, Französisch und Mathematik und die überfachlichen Kompetenzen.

 

Beim Eintritt ins Gymnasium ab der 8. oder 9. Klasse bleibt ebenfalls alles gleich. Massgebend sind weiterhin die Fächer Deutsch, Französisch, Mathematik und Natur, Mensch, Gesellschaft (NMG). Es gibt wie bisher ein Empfehlungsverfahren, bei dem die fachlichen und überfachlichen Kompetenzen berücksichtigt werden.

 

Neu erhalten die Schülerinnen und Schüler Ende des 7., 8. und 9. Schuljahres zusätzlich zu den Beurteilungsberichten ein Portfolio zu ihren überfachlichen Kompetenzen. Dort wird unter anderem ausgewiesen, wie selbstständig und zuverlässig sie sind und wie gut sie im Team arbeiten können. Damit erhalten die Lehrbetriebe oder weiterführenden Schulen einen Einblick in diese wichtigen Kompetenzen der Jugendlichen.